Sandalen – ein beliebtes Schuhwerk seit Jahrtausenden
Im Sommer ist die Zeit der Sandalen. Eine Sandale ist ein luftiger Schuh, der mehr oder weniger offen ist und bei entsprechenden Temperaturen sogar ohne Strümpfe getragen wird. Die Sandale ist eine der ältesten bekanntesten Schuhformen. Zudem ist sie auf der ganzen Welt bekannt. Historische Funde beweisen, dass dieser Schuh lange vor Beginn der christlichen Zeitrechnung getragen wurde. So gibt es Fundstücke aus Spanien, die aus dem 6. bis 5. Jahrtausend v. Chr. stammen. Die Schuhe waren aus Halfagras gefertigt.
Grundsätzliches zur Sandale
Aufgrund der Verbreitung in vielen Kulturen der Welt fällt diese Art von Schuh sehr unterschiedlich aus. Allerdings besteht eine Sandale immer aus einer Sohle und Flechtwerk oder Riemen aus verschiedenen Materialien, welche dazu dienen, die Sandale am Fuß zu befestigen. Für das Flechtwerk wurde auf verfügbare Werkstoffe zurückgegriffen. Neben dem oben bereits genannten Halfagras aus Spanien wurde auch Leder oder Holz verwendet. In dieser Hinsicht war die Menschheit erfinderisch. Alles, was sich zum Flechten eignete, wurde im Laufe der Evolution zum Herstellen von Sandalen genutzt. In der Gegenwart werden diese Schuhe ebenfalls aus unterschiedlichen Stoffen gefertigt. Zum Leder sind Kunststoffe hinzugekommen, die es erlauben, eine Sandale sehr farbenfroh zu gestalten.
Verschiedene Sandalen und ihre Geschichte
Eine Sandale ist von allen Geschlechtern und allen Altersstufen tragbar. Selbst in der Vergangenheit gab es keine Unterscheidung, wie sie beispielsweise bei den Pumps zu finden ist. Eine Ausnahme bildet die Sandalette, die zu den Sandalen gehört, allerdings nur den Frauen vorbehalten ist. Sie ist charakteristisch durch einen hohen Absatz gekennzeichnet. Bezüglich der Sandale werden sechs Schaftvarianten unterschieden. Sie entstanden unabhängig voneinander. Wesentlichen Einfluss auf das Erscheinungsbild haben die erschaffende Kultur und die dort herrschende Religion. Die derzeit absolut angesagten Flip-Flops sind zum Beispiel keinesfalls eine Erfindung der Neuzeit. Zehenring- und Zehenstegsandalen trug man bereits in der Vergangenheit in Ägypten und in Japan. Heute werden allerdings andere Materialien dazu verwendet und die Form wurde außerdem verändert. Kreuzriemensandalen haben ihren Ursprung in Südamerika, Zehenpflocksandalen werden seit Jahrhunderten in Indien getragen und Schrägriemensandalen sind die übliche Fußbekleidung in Schwarzafrika. Bei den Sandalen lässt sich somit sehr schön feststellen, dass Mode aus früheren Zeiten immer wieder kommt.
Was das Aussehen der Sandale über ihren Träger verrät
Angesichts der weitreichenden Geschichte erscheint es nur logisch, dass man durch eine bestimmte Form der Sandale seinen sozialen Status in den Kulturen bekannt geben kann. Besonders in Afrika ist dies zu sehen. Hier werden die Schuhe mit unterschiedlicher Bodenhöhe gefertigt. Hauptsächlich sind Sandalen mit einer flachen Sohle ausgestattet, in Afrika dagegen werden die Sohlen verschieden hoch hergestellt und geben dadurch Auskunft über den Rang ihres Trägers. In der westlichen Welt dagegen ist das Aussehen der Sandale der Mode oder den Wünschen des Trägers angepasst. Vor einigen Jahren waren etwa die Plateausandalen in, die eine besonders dicke Sohle aufwiesen. Derzeit geht der Trend bei vielen zu den bequemen Trekkingsandalen. Sie wurden speziell für den Outdoorbereich entwickelt und bieten einen hohen Tragekomfort gepaart mit Funktionalität. In der ehemaligen DDR waren die sogenannten Jesuslatschen ein absoluter Renner. Das war eine einfache Sandale, die aus braunem (Kunst-) Leder gefertigt wurden.
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